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Wichtiges

  • Wasserprojekt der 8. Klassen

    Vom 12.02.2019 bis zum 20.03.2019 wird wieder unser Wasserprojekt in der Klassenstufe 8 durchgeführt. Wöchentliche Updates erhalten Sie im Wasserblog der Klasse 8d.

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  • Aktuelle Informationen zum Wahlpflichtunterricht

  • Prüfungen der 5. PK und MSA-Präsentationsprüfungen

    Vom 27.03. - 29.03.2019 werden in der Schule die Prüfungen zur 5. PK sowie die MSA-Präsentationsprüfungen durchgeführt. Dadurch haben die Klassen nicht an jedem Tag regulären Unterricht. Nähere Informationen finden Sie dazu im Vertretungsplan.

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Das jüdische Mädchen und wir

Geschrieben von: Frau Mnich, Deutschlehrerin der 8a

Das Anne-Frank-Haus in Berlin?
Das ist doch in Amsterdam in der Prinsengracht 263!

Richtig, aber in unserer Stadt befindet sich das Anne-Frank-Zentrum, die deutsche Partnerorganisation, die mit der ganz neuen Ausstellung vom November 2018 an Anne und ihr Tagebuch erinnert. Aber es gibt doch eine sehr unrühmliche Verbindung zwischen Anne und Berlin. Der Zug, der sie ins Vernichtungslager nach Auschwitz brachte, fuhr durch unsere Stadt.

Nun der Reihe nach.

Die Klasse 8a hat im Deutschunterricht die Ganzschrift „Das Tagebuch der Anne Frank“ behandelt. Also fuhren wir sehr gut vorbereitet am 18.01.2019 in die Rosenthaler Straße 39. Direkt in Berlins Mitte neben den Hackeschen Höfen im Hinterhaus, in dem während des Faschismus eine jüdische Familie versteckt war, befindet sich die Ausstellung.

Die Schüler überraschten in beiden Gruppen die Betreuerinnen mit ihrem äußerst umfangreichen Wissen, ihrer Diskussionsfreude und ihrem großen Interesse. Als sie nach ihren Empfindungen während der Lektüre gefragt worden sind, sagte Tara: „Ich habe mich für Deutschland geschämt.“ Anne war ihnen sehr nah, sind sie doch genauso alt wie sie.

Die Schüler erfahren eingangs bei unserem Besuch, dass das Anne-Frank-Zentrum als Verein 1998 gegründet wurde und seit 2002 in diesen Räumen beheimatet ist. Meine Schüler hatten nicht so viele Fotos, Dokumente, Objekte und Filmaufnahmen erwartet. An fünf Stationen bereiteten sie sich vor und berichteten ihren Klassenkameraden über Annes erste Jahre in Frankfurt am Main, die Flucht ihrer Familie vor den Nationalsozialisten, ihr Leben in Amsterdam vor und während der Besatzungszeit der Deutschen. Die Schüler erweiterten ihre Kenntnisse aus dem Tagebuch über die Zeit Annes im Versteck und ihre letzten sieben Monate in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen. Etwas mehr als zwei Jahre lebten die Franks und vier weitere jüdische Verfolgte in dem Versteck, bis sie verraten wurden. Bis heute ist nicht klar von wem. Die Schüler wissen, dass Anne im Februar 1945 im KZ Bergen-Belsen an Typhus starb, kurz bevor das Lager befreit wurde. Sehr emotional stellten die Schüler Annes jeweilige Lebensstation vor.

 

Sie hoben die Rolle des Vaters hervor, der beschloss, Annes Wunsch zu erfüllen, das Tagebuch zu veröffentlichen. Am 25. Juni 1947 erschien ihr Buch: „Das Hinterhaus“. Ihr Tagebuch wurde seitdem in über 70 Sprachen übersetzt.

Annes Gedanken sind noch heute aktuell, sehr aktuell. Wohin Rassendiskriminierung führt, haben wir deutlich gesehen. Und wir wissen: Ausgrenzung beginnt schon in der

Schule. Nia fasst zusammen: „Wir haben alles verstanden.“

Wir gehen bedrückt die vielen Treppen in den Hinterhof hinunter und können uns nicht über die Wintersonne freuen.

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