Leitbild

„Die Wahrheit und die Gerechtigkeit. Beide zu erforschen und zu entfalten ist der Schule anvertraut.“ - Philipp Melanchthon

Diese humanistische Werteorientierung verbindet uns mit unserem Namenspatron, dem Reformator, Wissenschaftler und Lehrer Philipp Melanchthon, dem Praeceptor Germaniae, dem „Lehrer Deutschlands“, in besonderem Maße. Dieses ausgesprochene Vertrauen ist uns Verpflichtung; Melanchthons Auffassungen vom Lehren, vom Lernen und von der Erziehung junger Menschen, die er selbst vorgelebt hat, sind Herausforderung und Auftrag.

Grundsätzliche Zielstellung unseres Gymnasiums ist es, Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam und vertrauensvoll an demokratischen Bildungsprozessen zu beteiligen, dabei die Vermittlung von Werten nie zu vernachlässigen und somit unsere Absolventen zu einem hohen Bildungsniveau zu führen, das die Befähigung für ein Hochschulstudium zum Ergebnis hat. So vermitteln wir einerseits eine grundlegende Allgemeinbildung und andererseits anspruchsvolles Fachwissen, das sowohl wissenschaftspropädeutisch als auch an der Lebenswelt der Schüler orientiert ist. In diesem Prozess entwickeln wir bei den Schülern systematisch Schlüsselqualifikationen und befähigen sie zur Methodenkompetenz:

 

Hermeneutische Kompetenz

als Fähigkeit, Zeugnisse früherer und gegenwärtiger Generationen unserer und anderer Kulturen zu verstehen und auf Gegenwart und Zukunft hin anzuwenden, was ein vielfältiges und umfassendes Sprachangebot voraussetzt, um v. a. Völkerverständnis und Toleranz als Grundlage des friedlichen Miteinanders wach zu halten.

 

Ethische Kompetenz

als Fähigkeit, ethische Probleme zu identifizieren, zu analysieren, Handlungsalternativen aufzuzeigen, Lösungsvorschläge zu beurteilen und ein eigenes Urteil zu fällen, um auf dieser Grundlage verantwortlich im Sinne humanistischer Grundsätze zu handeln und sich im eigenen Leben zu orientieren.

 

Sachkompetenz

als Fähigkeit, Allgemein- und Fachwissen zu erwerben, wissenschaftliche Arbeitsmethoden sowie vernetztes Denken interdisziplinär zu entwickeln.

 

Personale Kompetenz

als Fähigkeit, sich selbst, andere Personen und Situationen emphatisch wahrzunehmen, persönliche Entscheidungen zu reflektieren, Vorhaben zu klären und Verantwortung zu übernehmen.

 

Kommunikative Kompetenz

als Fähigkeit, auf der Basis von Toleranz und gegenseitiger Achtung eigene Erfahrungen und Vorstellungen differenziert zu formulieren, anderen zuzuhören, eine niveauvolle und faire Streitkultur zu entwickeln und gemeinsam nach Handlungsmöglichkeiten zu suchen.

 

Soziale Kompetenz

als Fähigkeit, rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst miteinander umzugehen, für andere einzutreten, Konfliktlösungen zu suchen, gemeinsame Vorhaben zu entwickeln, zu organisieren und zu bewerten, aber auch Verantwortung für die Umwelt zu wecken und zu übernehmen.Aus pragmatischen und stilistischen Gründen wird die männliche Form solcher oder ähnlicher Personenbezeichnungen als geschlechtlich neutral angesehen und in diesem Sinne fortlaufend verwendet.

 

Methodische Kompetenz

als Fähigkeit, Aufgaben zu erfassen, Sachverhalte zu recherchieren, Inhalte zu erschließen, Lernprozesse selbstständig zu organisieren sowie Erkenntnisse und Ergebnisse zu präsentieren.

 

Ästhetische Kompetenz

als Fähigkeit, Wirklichkeit sensibel wahrzunehmen, auf Motive und Visionen hin zu befragen und selbst kreativ tätig zu werden.

Der hohe Anspruch des interdisziplinären Lernens in Verbindung mit der Entwicklung einer vielfältigen Methodenkompetenz und ethischen Grundsätzen sind die Basis für den weiteren Ausbildungs- und Lebensweg der uns anvertrauten jungen Menschen.Wir wollen uns ein durch Toleranz, Mitverantwortung und Gewaltfreiheit geprägtes Schulklima erhalten. Das geschieht auf der Basis eines wertschätzenden, von der gegenseitigen Achtung der Würde des Einzelnen geprägten Miteinanders von Schülern, Lehrern und Eltern, die sich über Jahre des Lehrens und Lernens an unserer Schule begegnen.