Eine interkulturelle Erfahrung

Geschrieben von: Tara Kerschies, 8a

Wir Französisch-Schüler der 8.Klassen duften im Mai 2019 etwas ganz Besonderes erleben: Für 15 Schüler/-innen aus Obernai (französisches Elsass) waren wir 6 Tage lang die Gastgeber. Schon im Voraus hatten wir die Möglichkeit, unsere ausgewählten Austauschpartner zu kontaktieren und einen ersten Eindruck zu bekommen. Wir alle waren sehr aufgeregt und erfreut, als dann, nach all dem Warten, endlich der Tag des Aufeinandertreffens kam. Nachdem wir voller Neugier am Gleis auf den Zug aus Frankreich warteten, verbrachten wir dann den ersten Abend in den Familien. 

Am nächsten Morgen trafen wir uns alle zusammen in der Schule, um uns beim gemeinsamen Frühstück über das Kennenlernen auszutauschen. Später dann zeigten wir unseren Partnern die Schule, bis es dann mit unserem umfassenden Sightseeing-Programm losging. Der erste Tag bot bereits viele verschiedene Eindrücke von Berlin. Es begann mit einer Besichtigung der Reichstagskuppel mit Audioguides auf Deutsch bzw. Französisch. Nach einer sehr spannenden Bootstour durch das Stadtzentrum endete der Tag mit einer erlebnisreichen Stadtrally, welche die Herausforderung mit sich brachte, sich im Stadtzentrum zu Fuß zurechtzufinden und dabei möglichst viele Information zu Sehenswürdigkeiten Berlins herauszuarbeiten. 

Der zweite Tag brachte viele interessante und historische Einblicke mit sich. Anfangs erkundeten wir die historischen Highlights, wie zum Beispiel die Marienkirche. Danach wurden wir durch das Deutsch-Historische-Museum geführt, in dem wir viel über die Wiedervereinigung Berlins erfuhren. Die Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße als auch die folgende Besichtigung der East Side Gallery rundeten diesen historischen und erkenntnisreichen Tag ab. Das Wochenende wurde uns zur freien Gestaltung überlassen, um mit unseren Austauschpartnern und unserer Familie zusätzliche Erfahrungen zu sammeln und uns noch besser kennenzulernen. Ob Theater- oder Zoobesuche, Shopping oder Fernsehturm - von Langeweile keine Spur.

Der letzte Tag des Experimentes „Austausch“ ging spannend und viel zu schnell vorüber. Unsere Partner hatten erst die Möglichkeit, unseren Unterricht hier in Deutschland aktiv zu erleben. Nach einer letzten Stadterkundung am Potsdamer Platz endete dieser Tag beim gemeinschaftlichen Bowling. Der letzte Abend in den Gastfamilien brach an und die Abreise war schon so nah.

Was für ein Erlebnis! Wir alle hatten große Freude an diesen so interessanten und abwechslungsreichen Tagen und sind unseren Fachlehrern äußerst dankbar für diese Möglichkeit, an eine solche Erfahrung zu gelangen. Dass beim Abschied sogar Tränen flossen, zeigt, dass tatsächlich Freundschaften entstehen konnten.