Schüler*innenaustausch mit dem Collège Europe Obernai im Elsass

Échange scolaire avec notre établissement partenaire Collège Europe à Obernai en Alsace

Seit 2013 können wir unseren Schüler*innen einen Schüleraustausch mit einer französischen Schule anbieten. Alle Französischschüler*innen der 8. Klassen haben die Möglichkeit, an unserem Austauschprogramm mit dem Collège Europe in Obernai (bei Straßburg) teilzunehmen. In diesem Jahr war neu, dass die Schüler*innen der neunten Klasse nach Frankreich gefahren sind.

Während wir in jedem Jahr im Mai die französischen Schüler*innen an unserer Schule empfangen haben und dann im September nach Frankreich reisen, fand der Schüler*innenaustausch 2022 nach einer bedauernswerten coronabedingten Unterbrechung einmal in umgekehrter Reihenfolge statt: Zunächst hat uns das französische Collège Ende März bis Anfang April empfangen, dann konnten die Schüler*innen des Melanchthon-Gymnasiums ihre Gastfreundschaft im Mai unter Beweis stellen.

Die Schüler*innen werden in den Familien der teilnehmenden Schüler*innen untergebracht. Gemeinsam erkunden sie auf vielen Exkursionen die Geschichte sowie die Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der jeweiligen Orte. Aber auch ein Schulbesuch gehört selbstverständlich zum Programm. Im Mittelpunkt steht jedenfalls aber der interkulturelle Austausch, den die Schüler*innen während dieser Woche in ihrer Freizeit, bei den Exkursionen sowie in kleinen Sprach- und Teamspielen erfahren können.

Wir hoffen, im nächsten Jahr seid ihr mit dabei!

Bienvenue und Willkommen!

L’échange dans la perspective de Fiona W. (9c)

Der Austausch aus der Perspektive von Fiona (9c)

 

Je vais écrire quelque chose sur l'échange en France.

(Ich werde etwas über den Austausch in Frankreich schreiben.)

 

L’échange en France – Der Austausch in Frankreich

Der Austausch war eine schöne Erfahrung. Wir haben viel erlebt und viel Neues gelernt. Als wir nach der langen Zugfahrt in Obernai ankamen, waren alle sehr aufgeregt, denn dort am Bahnhof haben wir unsere Austauschpartner*innen und teilweise auch deren Familie zum ersten Mal getroffen und die ersten Worte miteinander gewechselt. Meine Gastfamilie konnte ziemlich gut Deutsch und hat mich sogar auf Deutsch begrüßt. Danach ging es zu meiner Gastfamilie nach Hause, wo ich den Rest der Familie kennenlernte und mit ihnen zusammen Spiele spielte (sowohl auf Deutsch, als auch auf französisch). Am nächsten Morgen wurden wir von der Schulleitung der französischen Schule in einer kleinen Ansprache begrüßt. In den folgenden Tagen (Donnerstag, Freitag und Montag) besuchten wir mit der kompletten binationalen Gruppe die Orte Strasbourg, Colmar, und Kœnigsbourg. Dort besichtigten wir unter anderem das musée historique, die Strasbourger Münster, das château au Kœnigsbourg und die Farm Kikiriki. Oftmals machten wir eine Führung, die bilingual geführt wurde, sowie Stadtrallyes an den jeweiligen Orten. Am Wochenende unternahm jede Familie einzeln etwas (unabhängig von der ganzen Gruppe). Meine Austauschpartnerin ist mit ihrer Freundin, ihrer Austauschpartnerin und mir in ein Schwimmbad gefahren und am nächsten Tag sind wir bowlen und in eine Art Escape Room („Prison Island“) gegangen. Am letzten Tag brachten unsere Austauschpartner*innen uns zurück zum Bahnsteig und wir verabschiedeten uns.

 

L’échange en Allemagne – Der Austausch in Deutschland

Es war sehr aufregend, unsere Austauschpartner*innen nach 6 Wochen nun endlich wieder zu sehen. Wir warteten schon alle gespannt darauf, dass sie zu uns kommen würden. Als die französischen Schüler*innen dann aus dem Zug stiegen, freuten wir uns, sie wiederzusehen. Dann ging es erstmal nach Hause, um die Familien kennenzulernen. In den darauf folgenden Tagen (Donnerstag, Freitag und Montag) unternahmen wir viel in Berlin Mitte. Dort gingen wir unter anderem zum Regierungsviertel, zum Brandenburger Tor, zum Fernsehturm und zur East Side Gallery. Am Wochenende gingen wir mit meiner Austauschpartnerin zu Madame Tussauds, ins Tropical Island und mit ein paar Freunden Wasserski fahren und in eine Pizzeria essen. Auch in der Schule haben wir einiges unternommen. Nach einer kurzen Begrüßung von Frau Seeger, zeigten die deutschen Schüler*innen ihren Austauschpartner*innen die Schule in einer kurzen Rundtour. Am Montag wurden die französischen Schüler*innen in verschiedene Klassen eingeteilt, in denen sie 2 Blöcke verbrachten. Zum großen Abschluss dieser erlebnisreichen Woche grillten wir alle zusammen mit den Familien auf dem Schulhof und spielten anschließend Volleyball. Damit war die Woche auch leider schon vorbei und wir nahmen am Bahnsteig alle Abschied voneinander.

 

Es war eine tolle Erfahrung und ich habe neue Sachen über die französische Sprache gelernt, auch wenn es hin und wieder Kommunikationsschwierigkeiten gab, die jedoch, z.B. mithilfe eines Übersetzers, behoben werden konnten. Es war eine einmalige Gelegenheit, die französische Sprache bzw. Lebensweise näher kennenzulernen.

 

 

L’échange dans la perspective de Jannis K. (9c)

Der Austausch aus der Perspektive von Jannis (9c)

Heute gebe ich euch einen kurzen Einblick, was wir beim Schüleraustausch im Jahr 2022 unternommen haben. Das Erste, was ich vom Schüleraustausch mitbekommen habe, ist, dass wir Kontakt mit unseren Austauschschülern, per E-Mail, aufgenommen haben. Ich habe ein bisschen mit ihm geschrieben und habe schnell gemerkt, dass er viele meiner Interessen teilt. In der Schule haben wir als Vorbereitung auf den Austausch viele hilfreiche, neue Vokabeln und Grammatik kennengelernt. Kaum dass ich mich versehen habe, befanden wir uns schon mit gepackten Sachen am Bahnhof und wenig später im Zug nach Frankreich. Ich und die meisten anderen waren sehr aufgeregt und haben uns gefragt, was uns wohl erwarten wird. Als wir dann endlich angekommen sind, warteten die Austauschschüler und deren Eltern schon am Gleis. Die Aufregung war von beiden Seiten spürbar. Auf dem Weg zum Haus meiner Gastfamilie haben sie mir schon Einiges von Obernai, die Stadt, in der sie leben, gezeigt. Als ich bei meiner Gastfamilie zuhause angekommen sind, durfte ich erstmal die ganze Familie kennenlernen. Ich habe schnell gemerkt, dass ich bei meiner Gastfamilie Glück gehabt hatte, da sie alle Deutsch können. Dieser Tag ging dann schnell zu Ende.

Am nächsten Tag hat sich meine Aufregung etwas gelegt. Beim Frühstück konnte ich meine Gastfamilie besser kennenlernen. Nach dem Frühstück haben wir uns auf den Weg zur Schule gemacht. An der Schule haben schon die Anderen vom Austausch gewartet. Als alle da waren, sind wir mit einem Bus nach Straßburg gefahren. Dort haben wir eine Tour durch die Stadt gemacht, zuerst zu Fuß und dann noch eine mit einem Boot. Bei dieser Fahrt hat man viele Informationen über die Stadt mitbekommen. Auf dem Ausflug haben wir das Europaparlament gesehen und ich war beeindruckt, wie dieses Gebäude gebaut wurde. Außerdem waren wir noch in einem Museum, das über die Geschichte von Straßburg erzählt. Zum Abschluss durften wir noch in kleinen Gruppen selbst die Stadt erkunden.

Für den nächsten Tag war eigentlich eine Wanderung geplant, aber weil das Wetter sehr kalt war, haben wir lieber eine Burg besichtigt. Diese hat mich positiv überrascht, da die Burg ziemlich gut erhalten war. Nach der Besichtigung sind wir nach Colmar gefahren. Colmar ist eine Stadt, die nicht weit von Obernai entfernt liegt. In Colmar haben wir wieder kleine Gruppen bilden dürfen, um die Stadt selbst zu erkunden. Im Vergleich zu Straßburg, hat mir Colmar eher weniger gefallen. Das kann aber auch daran liegen, dass wir nicht die schönsten Teile der Stadt gesehen haben.

Das Wochenende durfte ich mit meiner Gastfamilie verbringen. Am Samstag sind wir mit zwei anderen Gastfamilien nach Fort de Mutzig gefahren. Das ist ein Bunker aus dem Zeiten Weltkrieg, den ich als sehr groß wahrgenommen habe. Am Abend sind wir dann in ein Restaurant gegangen. In diesem haben wir Flammkuchen, der bekannt für das Elsass (l’Alsace) ist, gegessen. Alle deutschen Austauschschüler hat es verwundert, dass sich nicht jeder einen bestellt, sondern zwei für den ganzen Tisch bestellt wurden und diese immer nachbestellt wurden. Am Sonntag sind wir Bowling spielen gegangen. Nach dem Bowling sind wir nach Mont Sainte-Odile gefahren. Das ist ein Kloster, das im Jahre 707 gebaut wurde. Von dem Klostergelände hatte man einen schönen Ausblick. Man konnte sogar das Straßburger Münster sehen. Danach sind wir dann wieder nach Obernai gefahren. Dort sind wir zu einem Aussichtspunkt gefahren. Von diesem Aussichtspunkt konnte man über ganz Obernai sehen.

Am Montag war eigentlich geplant, dass wir Unterricht in der Schule mitmachen, aber dies ging aufgrund von Corona nicht. Stattdessen sind wir zu einem Bauernhof gelaufen. Ich und mein Austauschschüler haben nicht ganz verstanden, warum wir zu einem Bauernhof gelaufen sind, der nicht einmal besonders groß war. Nach dem Besuch auf dem Bauernhof sind wir nach Obernai gefahren und durften wieder in kleinen Gruppen die Stadt auf eigene Faust erkunden. Ich fand es witzig, dass sich viele der Franzosen nicht besonders gut in der Innenstadt auskannten, obwohl Obernai nicht besonders groß ist. Und schon ist der Tag gekommen, an dem es heißt, Abschied zu nehmen. Ich fand die Zeit in Frankreich sehr schön und kann es jedem nur herzlich empfehlen. 

Eine interkulturelle Erfahrung

Geschrieben von: Tara Kerschies, 8a

Wir Französisch-Schüler der 8.Klassen duften im Mai 2019 etwas ganz Besonderes erleben: Für 15 Schüler/-innen aus Obernai (französisches Elsass) waren wir 6 Tage lang die Gastgeber. Schon im Voraus hatten wir die Möglichkeit, unsere ausgewählten Austauschpartner zu kontaktieren und einen ersten Eindruck zu bekommen. Wir alle waren sehr aufgeregt und erfreut, als dann, nach all dem Warten, endlich der Tag des Aufeinandertreffens kam. Nachdem wir voller Neugier am Gleis auf den Zug aus Frankreich warteten, verbrachten wir dann den ersten Abend in den Familien. 

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Échange d'étudiants

Geschrieben von: Luise Ullrichs, 8b

Auch in diesem Jahr fand der Schüleraustausch der 8. Jahrgangsstufe statt. Das seit 2013 bestehende Projekt begann dieses Jahr am Mittwoch den 15. Mai mit fünfzehn deutschen und fünfzehn französischen Schüler*innen. Nach der Abholung am Ostbahnhof verbrachten die Schüler*innen den Abend in den Familien. Am Dienstag haben wir uns alle zu einem gemeinsamen Frühstück in der Schule getroffen, die dann auch mit einem kleinen Rundgang vorgestellt wurde.

Danach haben wir die Reichstagskuppel besucht, konnten aber wegen des schlechten Wetters die Aussicht nicht wirklich genießen. Auch bei der anschließenden Bootstour durch Berlin machte uns der Regen einen Strich durch die Rechnung. Aber zum Glück legte sich dieser, denn anschließend haben wir in kleineren Gruppen eine Stadtrallye gemacht, die uns vom Brandenburger Tor über den Gendarmenmarkt, den Schlossplatz und die Museuminsel bis zum Dom führte. Diesen haben wir dann auch besichtigt. Am Freitag haben wir und die historische Seite Berlins angesehen. Dabei haben Schüler*innen die Marienkirche, das Rathaus und das Nikolaiviertel vorgestellt. Bei den anschließenden zwei Führungen (deutsch/französisch) im DHM erfuhren wir viel über die Teilung und Wiedervereinigung Berlins. Die Führung beim Denkmal an der Bernauer Straße gab uns noch einen genaueren Einblick in die Geschehnisse an der Mauer. Die letzte Station am Freitag war die East Side Gallery an der Warschauer Straße. Das Wochenende wurde in den Familien individuell gestaltet zum Beispiel Kino, Tierpark, Picknick oder Shopping. Am Montag den 20. Mai haben die Austauschschüler*innen unseren Unterricht besucht.

 

Französisch-Austausch

Geschrieben von: Amélie Lange, 8a

Der Französisch-Austausch war sehr schön und eine spannende Erfahrung. Wir haben sehr viel Sightseeing gemacht, das war schön, denn obwohl man hier wohnt, besucht man meistens nicht diese typischen Touristengegenden. Wir waren zum Beispiel im Bundestag. Jeder Deutsche kennt den Bundestag und die Reichtagskuppel, aber so oft ist man ja dann doch nicht dort.

Mit den Austauschpartnern hat alles sehr gut geklappt. Wir waren alle am Anfang sehr nervös und haben daran gezweifelt, ob wir nicht doch umkehren können, aber als der Zug ankam und die Franzosen ausgestiegen sind, waren wir alle nur noch total aufgeregt. Als jeder zu seinem Austauschpartner gefunden hatte, sind wir alle nach Hause gegangen. Am Anfang war es ein bisschen schwer sich zu verstehen, bei vielen waren die Austauschpartner sehr schüchtern, wie auch bei mir. Deshalb gab es manchmal ein paar Verständnisprobleme, aber im Großen und Ganzen lief alles sehr gut. Wir hatten die ganze Woche lang jeden Tag (außer am Wochenende) viel Programm, auch teilweise bis 17-18 Uhr. Das war einerseits schön, weil das Programm großen Spaß gemacht hat, andererseits auch ziemlich anstrengend. Das Schöne an dem Programm in der Woche war, dass es sehr abwechslungsreich war. Ich glaube, man hatte ein gut erkannt wie facettenreich Berlin ist. Manchmal wäre es schön gewesen, wenn wir einzelne Orte länger alleine mit unseren Partnern hätten anschauen können, aber es gab auch schon Momente, wo wir das gemacht haben. Zum Beispiel an einem Tag haben wir eine Rally vom Brandenburger Tor bis zum Berliner Dom gemacht, bei der wir alleine uns alles anschauen konnten. Das Bowling am Ende der Woche war auch sehr toll, denn dabei konnten wir noch mal viel Zeit miteinander verbringen. Abends war es immer sehr lustig, weil ja bei den meisten die Familie kein Französisch konnte, aber trotzdem jeder versucht hat sich zu verständigen. Es wurde mit Wörterbüchern, Google Übersetzer, Mimik, Gestik, Händen und Füßen und noch vieles mehr versucht sich zu verständigen. Und das obwohl die meisten sehr gut Deutsch konnten. :D Wenn ich ganz ehrlich bin, haben auch wir öfters mal mit Google Übersetzer gearbeitet, aber ich finde das gar nicht so schlimm, weil die Sachen, die man da eingibt, merkt man sich manchmal sogar noch eher als wenn man es so lernt. Auf jeden Fall war es eine tolle Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann.

Ich glaube allen hat der Austausch großen Spaß gemacht und wir freuen uns schon darauf nach Frankreich zu fahren!