Schüleraustausch

Fange an auf Spanisch zu träumen – werde Austauschschüler in Mexiko

Der Fachbereich Spanisch bietet für interessierte SchülerInnen der Klassenstufen 9 und 10 die Möglichkeit, an einem individuellen Austausch nach Puebla, Mexiko, teilzunehmen. Die Verbesserung der Sprachkenntnisse ist das eigentliche Ziel des Aufenthalts in Mexiko, die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung sowie das unmittelbare Erleben der mexikanischen Kultur gehören ebenfalls dazu.
Dieser privat organisierte Austausch mit der Deutschen Schule „Colegio Humboldt“ in Puebla, Mexiko, stellt eine kostengünstige Variante dar, um für längere Zeit (3-6 Monate) ins Ausland zu gehen. Die deutschen SchülerInnen werden am regulären Schulunterricht in Mexiko teilnehmen. Wiederum werden mexikanische SchülerInnen den regulären Unterricht des Melanchthon-Gymnasiums besuchen. Bei Interesse stellt das Melanchthon-Gymnasium den Kontakt zum Colegio Humboldt her und erklärt sich bereit, die Mexikaner für die entsprechende Zeit aufzunehmen. Die weitere Organisation übernehmen Sie.
Da der Kontakt zu dieser deutschen Schule gerade erst aufgenommen wurde, liegen noch keine Erfahrungsberichte von SchülerInnen des Melanchthon-Gymnasiums vor. Dennoch können gerne Kontaktdaten zu ehemaligen AustauschschülerInnen anderer Berliner Schulen vermittelt werden.

Wir suchen ständig Gastfamilien.
Sollte Interesse an der Aufnahme eines Gastschülers und/oder an der Teilnahme des Austausches bestehen, so geben Sie bitte im Fachbereich Spanisch Bescheid und suchen dann das Gespräch mit Frau Langpeter.

Weitere Informationen können unter folgendem Link eingesehen werden:
www.colegio-humboldt.edu.mx (Partnerschule)

 

Berichte

 

Quesadillas zum Frühstück - Charlotte Irmelin Piotrowski (Q4)

 
Während der Schulzeit nutzen viele ihre Gelegenheit die Welt zu sehen und eine andere Sprache zu lernen. Aber auf einem Schüleraustausch lernt man nicht nur Sprachen, sondern auch neue Freund*innen und sich selbst neu kennen. Man muss sich auf sich allein gestellt weit weg von zu Hause behaupten. Das klingt jetzt vielleicht schwierig aber eigentlich ist es eher aufregend. Jedenfalls war es das vor zwei Jahren für mich in Mexiko. Im Sommer 2019 war ich für ein Vierteljahr in Puebla und bin im Colegio Humboldt in die 10. Klasse gegangen. Vorher hat meine Austauschschülerin Fernanda für ein halbes Jahr mit mir bei mir zu Hause gewohnt. Um passende Austauschschüler*innen zu finden, haben wir vorher Steckbriefe ausgefüllt mit Hobbys und so weiter. Das hat super geklappt und Fernanda und ich haben immer noch Kontakt. In Mexiko habe ich mit ihr bei ihrer Familie gewohnt und bin auch mit in den Urlaub und zu Quinceañeras gefahren. Alle haben mich sehr herzlich aufgenommen und sogar der Schulunterricht hat Spaß gemacht. Fast noch mehr Spaß hat mir allerdings gemacht, das ganze mexikanische Essen zu probieren. Natürlich habe ich manchmal etwas nicht verstanden, aber alle waren immer geduldig und haben Sätze wiederholt oder ihre pantomimischen Fähigkeiten für mich unter Beweis gestellt. In der Zeit habe ich unglaublich viel Spanisch gelernt. Man glaubt gar nicht, wieviel man in drei Monaten lernen kann, wenn man die ganze Zeit Spanisch spricht und hört. Das Beste ist, dass man sich gar nicht anzustrengen braucht. Man darf sich nur nicht den ganzen Tag in seinem Zimmer einsperren und schon lernt man automatisch. Wenn ihr jetzt Lust auf Mexiko bekommen habt und euch fragt, was man alles dafür tun und worauf man achten muss, hoffe ich ein paar eurer Fragen jetzt beantworten zu können.
 
Ich brauchte damals für die drei Monate kein extra Visum zu beantragen, sondern nur bei der Einreise ein Formular auszufüllen (das hab ich am Flughafen in Puebla bekommen) und bei der Ausreise nochmal vorzulegen. Ich bin aber ja schon 2019 da gewesen und in zwei Jahren kann sich mal was ändern, also wäre es ganz gut nochmal nachzuschauen ob das immer noch so geregelt ist, dass das reicht. Den Hin- und Rückflug haben meine Eltern zusammen gebucht, aber das könnt ihr natürlich regeln, wie ihr wollt. Beim Unterricht habe ich ganz normal mitgemacht und auch Tests mitgeschrieben. Beim Deutschunterricht habe ich manchmal andere Aufgaben bekommen. Zum Beispiel sollten wir mal Vorträge auf Deutsch über Promis aus Deutschland halten und eine andere Austauschschülerin und ich sollten dann eben einen Vortrag auf Spanisch über einen mexikanischen Promi halten. Ich hatte außerdem zwei oder drei Mal pro Woche das Fach SpAF (Spanisch als Fremdsprache), was die anderen aus meiner Klasse logischerweise nicht hatten. Da bin ich dann immer zu diesem Kurs gegangen und habe dafür zwei andere Unterrichtsstunden pro Woche verpasst. Das Fach war sehr hilfreich. Das Colegio Humboldt ist übrigens eine deutsche Schule und es gibt Klassen, die sogar alle Fächer auf Deutsch haben (außer Spanisch natürlich), aber auch Klassen, die alles auf Spanisch haben (außer Deutsch natürlich). Viele der Schüler*innen können also sehr gut Deutsch und ihr könnt alle etwas voneinander lernen. Auch die Hälfte der Lehrer spricht mindestens etwas deutsch. Euch kann also immer jemand in der Schule helfen, wenn mal irgendetwas sein sollte.
 
Ich hatte eine VISA-Karte Prepaid dabei, mit der ich in Mexiko Geld abheben und bezahlen konnte. Ich hatte aber auch ca. 500 Pesos bar dabei, weil ich vorher noch nicht wusste wie das da überall mit der Bezahlung ist. Ein bisschen Bargeld mitzunehmen, würde ich euch auch empfehlen, ist aber nicht unbedingt nötig. Zum Telefonieren habe ich mir für die Zeit eine mexikanische Karte gekauft. Ich hatte auch eine Auslandskrankenversicherung für die Zeit und wurde vorher gegen alles Mögliche geimpft. Euer Arzt/eure Ärztin kann euch das aber genauer sagen, was bei euch sinnvoll wäre.
 
Ich bin sicher ihr wollt jetzt alle einen Austausch nach Puebla machen oder jemanden aus Puebla bei euch aufnehmen und versucht gleich eure Eltern zu überzeugen. Wenn ihr sie überzeugt habt, könnt ihr gleich Frau Langpeter in der Schule ansprechen oder ihr eine E-Mail schreiben (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und sie setzt sich für euch mit der Schule in Verbindung und hilft euch eine Gastfamilie zu finden. Wenn ihr noch irgendwelche Fragen zum Austausch an mich habt, könnt ihr mir auch gerne eine Mail schreiben (die Adresse gibt euch Frau Langpeter). Ich antworte euch auch gerne noch, wenn ich schon von der Schule abgegangen bin. Also zögert nicht und lernt Spanisch.