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Böllern bis der Arzt kommt? – Präventionsworkshop im UKB

Ein Kohlkopf wird mit einem Feuerwerkskörper in die Luft gesprengt. Am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) startet das Feuerwerk-Präventionsprojekts C.L.E.V.E.R, das Kinder auf die Gefahren von Feuerwerk aufmerksam machen soll. (zu dpa: «Workshops zeigen Schülern Gefahren von Feuerwerk»)

Am 18. Dezember 2025 nahmen 23 Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe am neu entwickelten Präventionsprogramm C.L.E.V.E.R. („Check Life, Explosionen Verursachen Ernsthafte Risiken“) des BG Klinikums Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) teil. In sieben verschiedenen Workshop-Stationen wurden wir dafür sensibilisiert, welche Gefahren der unsachgemäße Umgang mit Feuerwerkskörpern haben kann.

In einer einführenden Präsentation zeigte uns Hand-Chirurg Dr. Frank Eichenauer bereits eindrucksvolle Bilder von schweren Handverletzungen, verursacht durch Unfälle mit Böllern und ähnlichen Feuerwerkskörpern.

Im weiteren Verlauf erhielten wir weitere theoretische und praktische Einblicke in die Welt der Pyrotechnik. Vor allem der selbst nachgestellte Notfall-Einsatz gefiel uns besonders. Manche von uns durften in die Uniform der Einsatzkräfte schlüpfen, andere spielten den Patienten. Wir durchliefen die verschiedenen Phasen eines solchen Einsatzes; angefangen bei der Abholung des Opfers am Unfallort durch die Feuerwehr, über die Übergabe zum Rettungssanitäterteam im Krankenwagen bis hin zur Aufnahme im Krankenhaus im sogenannten „Schockraum“ (Raum für Erstversorgung lebensbedrohlich verletzter Patienten). Dabei erklärte uns die professionelle Begleitung stets, wie solch ein Einsatz in der Realität ablaufe.

Auch die Polizei sowie der Bundesverband der Pyrotechnik waren vor Ort. Letzterer simulierte zum Beispiel die Auswirkungen von bestimmten Feuerwerkskörpern auf den menschlichen Körper. Dafür wurde ein Kohlkopf gesprengt. Dies verdeutlichte die enorme Wucht: vom Kohlkopf war nicht mehr viel übrig und im Boden wurde sogar ein kleiner Krater hinterlassen.

Ein Kohlkopf wird mit einem Feuerwerkskörper in die Luft gesprengt. Am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) startet das Feuerwerk-Präventionsprojekts C.L.E.V.E.R, das Kinder auf die Gefahren von Feuerwerk aufmerksam machen soll. (zu dpa: «Workshops zeigen Schülern Gefahren von Feuerwerk»)

Ein treuer Begleiter war zudem die Presse, die uns auf Schritt und Tritt folgte, um dieses Projekt in seinen Anfängen ganz genau dokumentieren zu können. Die Reporterinnen und Journalisten interviewten sogar einige von uns, um auch unsere Sichtweisen zu erfahren. Im Nachhinein erschienen landesweit zahlreiche Artikel über diesen Workshop. Beim rbb lief am selben Tag noch in der Abendschau ein Bericht darüber. (Sogar die „Washington Post“ soll eventuell wohl darüber berichten.)

Insgesamt war es ein gelungenes Programm mit einer bunten Mischung aus Theorie und Praxis. In Zukunft wird dieser Workshop wahrscheinlich bundesweit angeboten werden.

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